Neuste Kamera-besserer Fotograf?

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Zu Beginn sei gesagt, das ich ausschließlich meine Erfahrung und meine Meinung zu diesem Thema hier schreibe. Es ist kein Gesetz, keine Empfehlung.

Mein Foto Abenteuer begann vor circa 5 Jahren. Mit einer Canon Eos 20d. Bei Ebay bestellt, konnte ich es kaum abwarten, bis ich meine erste Kamera auspacken konnte. In der Zeit meines Wartens machte ich mich etwas schlau auf YouTube. Schließlich hatte ich noch nie eine Kamera vorher in meinen Händen. Und nach dem dritten Video Tutorial für Fotografie Anfänger, war meine Ernüchterung groß : Blende, ISO, Belichtung-waren alles fremde Worte für mich. Dann der Super gau für mich : Man braucht für eine Spiegelreflex- auch ein Objektiv ! WTF?! Wie jetzt? Dachte so ein Objektiv ist , bei der Kamera dabei?!

Drei Monate später: Nachdem mein Kamera BODY natürlich nur ankam und ich realisierte, das ich erstmal nicht fotografieren konnte, da ich kein objektiv da hatte, kaufte ich mir ein gebrauchtes Canon 18-55mm kit objektiv. Und ich knipste was das Zeug hielt! Blumen, Fussleiste, Duschgel,Hund,Lampe nichts war vor mir sicher! Natürlich alles im M Modus! Resultat : Abstrakte Fotografie Kunst! Unterbelichtete, schwarze Welten trafen auf meine verständnisslose Augen. Jeder Fotografie Anfänger kennt es. Der Endgegner M Modus!

endgegner M Modus

Nachdem ich etliche fotografische Hürden überwunden hatte, tauchten auf YouTube immer mehr „Fotografen“ auf, die Fotografie Anfänger erklärten, das man dieses Objektiv unbedingt braucht, oder diese Kamera unbedingt braucht, wenn man besser werden wollte. Da war die Rede von Teleobjektiven die man „unter 500 €“ bekommen könnte und man dadurch bessere Fotos machen könnte. WTF?! 500 €? Meine gebrauchte Kamera hatte gerade mal 40€ gekostet! Wer hat denn als Anfänger soviel Geld zur Verfügung? Also ich nicht. Doch ich hatte ständig dieses Gefühl im Körper, ich müsste mir unbedingt ein neues objektiv kaufen, wenn ich bessere Fotos machen wollte. Scheiß Influencer! Sie hatten mich am kragen! Dabei hatte ich noch nicht mal mein 18-55 mm ausgeschöpft! Aber der Gedanke blieb und wuchs in mir zu einem mantra . “ Neues Objektiv-bessere Fotos!“

Egal welches coole objektiv man auch hat : Das AUGE macht das Foto!

Fünf Jahre später und einer ansammlung von 18 Objektiven , 4 Kameras, zwischenringe, Studioblitze, ringlicht,fototaschen und softboxen, bin ich am ende meiner Fotografie Odyssee angekommen. mein fazit meiner erfahrungen bisher : Das Auge macht das Foto, die Kamera und das Objektiv helfen einem dabei. That´s it! Es gibt da draussen FOTOGRAFEN, die mit einer analogen Kamera und Linse, schönere Fotos machen, als ich je mit einer hochgepuschten Kamera machen könnte. Weil sie das AUGE dazu haben! Sie haben Sinn für ästhetik . Sie verstehen es, ein objekt ins richtige Licht zu setzen. das ist FOTOGRAFIE. Für mich.

Peter

Über Zeit, deren Verschwendung und andere Absurditäten

Mein Leben fand zeitweise nur virtuell statt. Diese Erkenntnis habe ich meinem blinden Labrador mit Namen Buddy zu verdanken. Aber der Reihe nach.

Mein Tagesplan sah mal so aus : aufstehen und direkt in mein Handy reingeschaut. Facebook und co. haben mich gerufen. Und ich hörte nur zu gerne. Wieviel likes haben meine Fotografien auf Instagram? Hat jemand meinen Beitrag auf Facebook gesehen? Wer folgt mir auf Twitter? Benachrichtigung auf Facebook : BIN HEUTE AB 12 UHR LIVE! KOMMT VORBEI,ICH SPIELE CALL OF DUTY! Schnell noch einen Tweet auf twitter gemacht, damit auch ja viele mitbekommen, das ich online gehe! Dann noch schnell auf toilette , schnell mit dem Hund raus und vorbereiten auf den stream. Zwischendurch noch schnell gecheckt, ob und wer mein Beitrag geliked hat. 20 likes! Wow! Meine Stimmung war abhängig von dem feedback in einer virtuellen Welt.

Mein Zeit Retter : BUDDY

Wie lange nun meine Reise durch die welt der Zeitverschwendung ging? Kein Plan! Spielt für mich auch ehrlich gesagt , keine rolle. Es war viel zu viel!

Für mich zählt nun der jetzige Zustand! Und der ist ein ganz anderer als wie noch vor 2 Wochen. Mein tag ist nun wieder gefüllt mit Buddy, meinem blinden labrador und der Fotografie. Doch wie kam dieser hund dazu, mir meine Augen zu öffnen, OBWOHL ER JA BLIND IST?! Wie genau er es gemacht hat, kann ich garnicht sagen und da steckt wohl die meiste magie dahinter. Buddy hat mich nicht aufgegeben, obwohl ich kaum noch zeit hatte für ihn. Er war geduldig- obwohl er doch nicht so lange auf Erden ist. Und das macht ihn zu einem besseren wesen, als ich es bin.

Facebook und co. sind nicht vollkommen aus meinem Leben verschwunden, denn es hängt ja auch unser Tattoogeschäft daran- aber ich gehe BEWUSSTER in social media kanäle . Immer mit einer Regel : 90 % meiner Zeit gehören Buddy , meiner familie und meiner leidenschaft fotografie. Damit fühle ich mich lebendig.nicht virtuell. Echt.

Peter