Drogen,Gefängnis und Gewalt Teil 4

JVA WITTLICH 1989

Nach meiner Verhandlung ging es direkt wieder in U-Haft in die JVA Mainz, die es damals noch gab. Die Tür schloß sich hinter mir und ich war wieder in meiner Zelle- mit 18 Monaten Haftzeit. Puh. Ehrlich? Kein Scheiß, ich hab mich auf`s Bett geschmissen und habe leise ins Kopfkissen geheult. Und ich habe glaube ich über eine Stunde geheult. Plötzlich wurde mir bewußt, das ich diesmal wirklich Scheiße gebaut hatte. Stell dir vor : Du liegst auf deiner Pritsche in einer kleinen Zelle, das Fenster in dieser Zelle ist weiter oben, um rauszusehen musst du auf einen Stuhl. Und dementsprechend kommt da auch kaum Sonne rein. Liegend auf dem Bett kannst du deinen Arm austrecken und du kannst das Waschbecken oder deinen Tisch berühren. Und das sollte nun für die nächsten 18 Monate meine Zukunft sein. da kann es einem schon mal den Magen verdrehen. Alleine von den 18 Monaten bekam ich beklemmung und wollte eigentlich los schreien….- doch dafür hätte ich mich geschämt vor den anderen Gefangenen, wenn wir am nächsten Tag im Hof wären. Dafür ist im Knast kein Platz : Angst, Trauer, Panik. Wut geht immer klar. Wut ist im Knast okay. Ist Männlich. Aber zeige niemals , das du traurig bist oder das Du angst hast….manche können sowas riechen und sie werden es gegen dich verwenden. Aber das soll ja hier kein Ratgeber werden.

Nach der U-Haft wurde ich verlegt in die Strafhaft. JVA WITTLICH. Damals berühmt-berüchtigt unter den Knackis. 1989 gab es in der JVA Wittlich keinen Strom auf Zelle, keinen Fernseher. Wenn wir unser Wasser heiß machen wollten, nahmen wir zwei Drähte , die wir aus dem bett ausgebaut hatten , ein Tuch drum und verbanden dann diese drähte an der Deckenlampe. Ergebnis : das Wasser war in 3 sekunden heiß und schmeckte nach Metal. Und ich denke es war auch nicht soo Gesund. Hauptsache Kaffee war heiß. Oder man wartete bis abends das „Heiße „Wasser vom Hausarbeiter kam. Ich hatte das „Glück“ das ich auf der oberen Etage war und mein heißes Wasser war natürlich nur noch lau-warm. Die armen Hausarbeiter mussten die Scheiß Wasserbehälter noch Stockwerk für Stockwerk hochschleppen. War nicht so schön, glaube ich.

Glücklicherweise ging es mir von Anfang an nicht soo schlecht in Wittlich. Mein Glück war, das viele kumpels aus Mainz auch dort waren. Teilweise mit längeren Haftstrafen. Und als man mich sah, das ich nun auch hier war, bekam ich prompt von meinem Kumpel eine Tüte mit Tabak,Kaffe,Blättchen und Schokolade. Als Erstversorgung. Man hatte ja nichts am Anfang. Dann habe ich direkt am nächsten Tag die Bekanntschaft mit dem berüchtigten Schließer Herr Denzer gemacht. Schließer Denzer war mit einem Wort gesagt „Krank“. Er fand jeden Tag eine Gelegenheit uns zu tyrannisieren und einen von uns in die verfickte „B“ Zelle zu stecken. Das „B“ stand für „Beruhigungszelle“. Schöner Name für eine Zelle mit keinem Bett drin, einem Loch im Boden wo man reinscheißen und pissen konnte und sonst nix! Ach ja : Natürlich nur mit Unterhosen . Sonst nix an. wenn man weiter gemeutert hat, ist man auf dem Boden fixiert worden, als ob man gekreuzigt wurde. Und voher haste auch noch mal schön paar Pfund in die Fresse bekommen. Sollst dich ja wohl fühlen. Herr Denzer hatte mich schon länger auf dem Kieker, weil er wußte das ich angefangen hatte , Knackis zu tätowieren. Also unter uns, das waren keine schönen Tattoos. Hatte ja vorher nicht mal geübt oder sowas. War einem im Knast egal.Hauptsache man ist Tätowiert. Gehörte sich halt so.

Ende Teil 4

Alt werden ist Scheiße!

Alt werden mit Würde und Anstand. Welcher Penner hat das gesagt? Vorgestern war ich noch 20 Jahre jung. Heute morgen steh ich auf und bin 49 Jahre im Dezember. Dabei fühle ich mich irgendwie vom Kopf her nicht wie 49. Eher wie 20, 30. Nach aussen hin zeige ich niemanden, das ich vorm altern „angst“ habe, aber vor mir selber kann ich es nicht verbergen. Klar, einige würden jetzt sagen : „49 ist doch kein alter!“ Ja, im prinzip ja noch nicht, aber in Erwartung von einer Lebensdauer von höchstens 60,65 Jahren- in meinem fall. Und das wäre noch mit gutem willen berechnet. Natürlich haben meine Drogen und der Knast seine spuren hinterlassen….- auch und vor allem innerlich. Nicht Psychisch, sondern wirklich innerlich im Körper. Dazu kommt noch das gute COPD III und andere gebrechen hinzu. Morgens beim pissen muss ich mich schon hinsetzen, weil ich ansonsten unsere Toilette einsprühe. Da wird wohl bald ein Termin beim Urologen fällig. Habe ich eh viel zu lange aufgeschoben. Meine Angst ist immer, der Doc findet eine Prostata so groß wie eine Melone vor. Aber warten ist natürlich auch nicht schlau. Zähne sind auch schon fast alle raus. was mir geblieben ist, ist der Blinddarm. Jedenfalls noch. Und dann steht man morgens auf und hat das gefühl ein E-Zug ist über einem gerast- und ein Lkw gleich noch hinterher. Aber dagegen unternehme ich gerade etwas…laufen, viel laufen mit dem Hund. Und laufen zur Arbeit. Denn ich hab irgendwie kein Bock auf einem Herzinfarkt. Ist ja in meinem alter irgendwie modern , einen Herzinfarkt zu bekommen. Dazu kommt noch mein mühsam aufgebautes Bauchfett. Ach ja : habe ich schon meine „Haare“ erwähnt? Die wachsen ja auch nicht mehr.Seit ich 28 bin. Also : ja, ich fühle mich alt. Doch ich denke , das man sich auch dafür entscheidet irgendwie. Denn ich sehe manchmal Männer die sind weit über 60 und noch fit. Also. Müsste da ich ja nun was machen….

Wie sehrt ihr das mit dem alt werden? was macht ihr dagegen? Oder lasst ihr es einfach passieren und denkt. „Leckt mich“ ?

Peter

Von Vertrauen und Liebe

Von Vertrauen und Liebe

Vor fast neun Jahren lernte ich meine Frau kennen. In einer Zeit, als ich noch in der Wohngruppe für Haftentlassene gewohnt habe. Damals hatte ich die Auflage dort zu wohnen und musste mich jeden Freitag auf der Polizei melden, da ich Bewährung hatte und Führungsaufsicht mit verschiedenen Auflagen. Und ich war im Subutex Programm für Abhängige. Davor bekam ich in Haft noch Methadon als Heroin ersatz. Durch meine konsequente Linie nichts mehr mit Heroin zu machen, kam ich in das „höhere Programm“ Subutex. Das bekam man nur, wenn man keinen Beikonsum hatte, was bei mir der Fall war. Und in dieser Zeit also, lernte ich meine Frau kennen. Von Anfang an gab sie mir eine Chance und wir vertrauten uns sehr schnell, was für mich ein neues Gefühl war. Sie hatte nichts dagegen sich mit mir in dieser WG zu treffen, wo all die anderen Ex Knackis waren und ehemalige Drogenabhängige. Irgendwas hat sie direkt in mir gesehen, das ich selber noch nicht gesehen hatte. Heute weiß ich, das sie gesehen hat, das ich im inneren ein guter Mensch bin, was ich erst später an mir selber gesehen habe. Und diese Sicht der Dinge, dieses Vertrauen in mir, gab mir Mut weiter mit meinem „normalen“ Leben zu machen. Ich hatte nach unserem zusammen ziehen noch etwas schwierigkeiten von dem Subutex clean zu werden, da es ja ein Ersatzstoff ist, der auch abhängig macht. Und so habe ich mich selber runter dosiert und leise einen Entzug im Bett gemacht, der zwar leise war( wegen den Kindern) aber mich dennoch an meine Grenzen gebracht hatte. Und meine Frau hatte immer 100% zu mir gestanden und mich unterstützt. Heute, nach neun Jahren ist mir mehr denn je bewußt, welches Glück ich mit ihr habe und das es nicht selbstverständlich ist. So richtig Bewusst , wird mir das , seit ich diesen blog schreibe….was mich bestärkt hier weiter zu schreiben.

In diesem Sinne,

Peter

Drogen,Gefängnis und Gewalt Teil 3

Und so verging die Zeit wie im Flug, weil ich keinen Tag mehr ohne Hasch war. Ich kiffte und soff was das zeug hielt. Und ich ritt meinem ersten Knast entgegen. Da war ich 15 Jahre. Naja , KNAST war das falsche Wort. Es ging nach Worms in das Jugendgefängnis für 14 Tage.

© JAA Worms

Frag mich nicht, weshalb ich damals da war. Wahrscheinlich irgendein sinnloser scheiß, den ich wieder mal gemacht habe. War damals in meinem Umfeld eigentlich was normales : Scheiße bauen war up to date! Und da ich ein trendsetter war, bin ich auch immer schreiend nach vorne gelaufen, wenn jemand fragte „Hey! WER WILL SCHEIßE BAUEN?“

Erster richtiger Knast und harte Drogen

Meine erste richtige Erfahrung mit dem Knast war 1989 in der JVA Wittlich. Mit knappen 17 Jahren bekam ich „nette“ 18 Monate für mehrfachen Autodiebstahl. Die Richter wollten damals ein exempel an mir vollziehen, so ihre Aussage. Tatsächlich bekam ich diese 18 Monate, weil ein Auto unter den Diebstählen , einer Staatsanwältin war. Ja, richtig gelesen. Einer STAATSANWÄLTIN! Sagte ich nicht, das ich nach vorne lief, wenn es um Scheiße bauen geht?! Ein Kumpel und ich , brachen in einer Tiefgarage ein, fanden dort einen Triumph Spitfire. mit Lederverdeck, Holzamatur und allem schnicki-schnacki! Verdammt, wir waren besoffen, weil wir voher noch in einen Keller eingebrochen sind und dort etliche Weinflaschen waren. Betonung liegt hier auf waren. Kumpel und ich also besoffen hinten das Lederverdeck aufgeschnitten, nach vorne gegrappelt und das Lenkrad (mit funierholz glaub ich) schön fast aus der lenkstange gebrochen. Kabel raus – kurz geschlossen und ab ging die fahrt mit den zwei gestörten Suppenkasper`n. Besoffen wie wir waren, fuhren wir auf die Autobahn….-keine gute Idee gewesen! Ich weiß nur noch, das wir rechts und links gegen die Leitplanke flogen, Lenkrad in der Hand, Auto totalschaden. Wir hatten echt verdammtes glück! Naja, wir, bzw. ich wollte noch weglaufen, aber mein kumpel fing an zu weinen und zu schreien : „Was ist denn passiert?! Ich versteh das nicht- WAS IST DENN PASSIERT??? “ Die Antwort kam einige Minuten später von der Polizei. Und so nahm meine „Jail-Tour“ an fahrt auf!

Ende Teil 3

Peter

Drogen, Gefängnis und Gewalt Teil 2

Der erste Kontakt

Wo waren wir? Ach ja, „hätte, hätte, Fahrradkette“. Wie schon erwähnt : Die Deutsche Rechtsprechung bei Jugendlichen Straftätern ist bescheiden! Und das sage ich als ehemaliger Straftäter! Es wird viel zu oft auf den TÄTER eingegangen, als auf das OPFER! Und mir kommt es so vor, als ob es in punkto “ Täter verschonen“ immer schlimmer wird. Aber das ist meine eigene subjektive Meinung. Hätte mich halt nur gefreut, wenn da mal was passiert wäre. Aber naja…mich fragt ja eh keiner.

Peter mit ca. 13 Jahren

Okay, dann mal weiter im Text : Meine erste Drogenerfahrung war mit dem guten , alten haschisch. Eine Droge die zur „Einstiegsdroge Nr.1“ verkümmert ist und sich dennoch zum Gesellschaftsliebling Nr.1 gemausert hat. Also so kommt es mir zumindest vor. Kann mich da auch täuschen. Aber an Tankstellen wird sehr oft longpapers gekauft. Auch vom Banker. Oder dem Handwerker.Oder vom Typen vom Ordnungsamt. Es darf halt keiner wissen. Alkohol ist kein problem. Das darf jeder wissen. Aber ich schweife ab. Entschuldige. Das erste mal gekifft habe ich im wald mit kumpels. Und es war eine Erdbong. Krasser scheiss. Du schmeisst dich also auf den dreckigen Waldboden und saugst an einem Erdloch. Hat was Mystisches. Was Exentielles. Aber es verfehlt natürlich nicht seine wirkung. Das Stoned gefühl schlich sich bei mir mit dem ersten mal ein. Kein Plan, warum es bei den meisten , beim ersten mal nicht „knallt“ . Ist mir ein Rätsel. Bei mir hat sich direkt ein kleines Männchen in mein Ohr gesetzt und es hat mir ins Ohr geflüstert : “ Ooh jaaa…DAS gefällt dir, peter! Das ist doch mal ein schönes Gefühl.Oder etwa nicht?!“ Und was soll ich sagen? Dieser kleine Bastard hatte recht. Mir gefiehl das stoned sein. Alles war locker,flockig. Keine dunklen Gedanken mehr in meinem Kopf. Keine Selbstzweifel. Keine Unsicherheit. Nur Du und Mr.Stoney . Und so war Mr. Stoney und ich ein unzertrennliches Team. Man sah uns beide nie mehr alleine. Wo ich war, war auch Mr.Stoney nicht weit . Vom Erdbong -nuckler zur Flaschenbong in der Badewanne, war es einen tagesritt weit entfernt. Und so war es auch nicht verwundelicht, das wir Alkohol zum essen mit Mr.Stoney mitbrachten. Glaubt mir : In einer halb gefüllten Badewanne,voll gekotzt, die Hose voll Kiffwasser, ist keine schöne Erfahrung! Solche Abstürze hatte ich als Jugendlicher oft, wenn ich zum Kiffen auch noch gesoffen hatte. War irgenwie nicht mein Ding- aber es kam oft vor. Klingt wieder widersprüchlich,oder?! Wie so alles in meinem Leben.

ENDE TEIL 2

Drogen,Gefängnis und Gewalt Teil 1

Mein Leben war nicht immer so ruhig, wie es heute ist. Bis hierhin war es ein langer,schmerzhafter Weg.

Die Tür geht hinter dir zu, mit einem lauten knall und du stehst in einem 8qm Raum, und blickst durch Gitterstäbe nach draussen : Willkommen in der Knastzelle.

Foto . dpa

Wenn man wie ich, einige Jahre im Gefängnis verbracht hat und eine steile Drogenkarriere hatte, dann hat man einiges erlebt und hat das eine oder andere zu erzählen. Und genau das werde ich mit dieser Serie machen. Nicht als Therapie oder Verarbeitung, denn ich habe schon seit vielen Jahren abstand dazu und genug Zeit um mich selbst zu Reflektieren. Und genau deshalb finde ich den Zeitpunkt nun optimal, über das alles zu schreiben. Mein Ziel ist es auch nicht , ein „Lehrer“ für andere zu sein, sondern eher schreibe ich es für mich alleine, in einem Blog für die Öffentlichkeit. Klingt widersprüchlich ? Genau wie mein Leben in dieser „Phase“ . Vorab sei erwähnt, das es hier zu unschönen Situation kommt, in Form von detail getreuer Erzählung meines Drogenkonsums.

 Fotograf: Marco Verch 

Der Anfang meiner Reise

Meine Odyssee begann meiner Meinung nach im Kinderheim. Ja, ich glaube das ist ein guter Anfangspunkt, um mit meiner Serie zu beginnen. Sollen wir die Eltern da mit hereinziehen? Früher hätte ich das mit „ja“ beantwortet, denn beide waren Alkoholiker, gewalttätig und meine Mutter nahm später auch noch Medikamente im Überfluss dazu. Also praktisch wie im Lehrbuch. Aber heute mit Abstand betrachtet, möchte ich nicht mehr darauf herumreiten, dass meine Eltern eigentlich meinen Drogen und Gefängnis Weg „vorprogrammiert“ hatten. Das war für mich früher immer ne gute Ausrede um keine Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen. Und ich habe sie oft benutzt! Dazu später mehr. Viel zu oft wird in Strafprozessen bei Jugendlichen, die Vergangenheit als „Mildere Umstände“ angerechnet. Das ist in meinen Augen ein falsches Signal. War es bei mir auch. Ich bin heute fest überzeugt: Hätten die Gerichte nicht allzu oft bei mir „Milde“ walten lassen und ich härtere Strafen als Jugendlicher bekommen, wäre ich nicht so lange auf meinem Kriminellen Weg unterwegs gewesen. Doch hätte, hätte, Fahrradkette!

Ende Teil 1

Mein süßes London

Foto : Peter Jochim

Vor genau zwei Jahren , durfte ich zum ersten mal London besuchen. Und ich habe mich direkt verliebt. Es war schon lange ein Wunsch von mir, dorthin zu Reisen und da meine Frau Geburtstag hatte , entschlossen wir spontan übers Wochenende dorthin zu reisen.

Foto: Peter Jochim

Natürlich war meine Fotoausrüstung dabei und ich war schon im Streetphotography modus als wir in London ankamen. Diese stadt hatte mich von anfang an in ihren Bann. Die Mischung von modernen Gebäuden und Traditionshäusern brachte meinen Puls nach oben. Ja sogar die Gerüche versuchte ich mir einzuprägen um sie ja niewieder zu vergessen.

Foto : Peter Jochim

Das was mir für immer in Erinnerung bleiben wird, ist die tatsache, das der Londoner ansich ein Gentlemen ist. Man hört ja immer wieder , das die Engländer einen respektvollen Umgang miteinander pflegen, doch in der U-bahn konnte ich es live erleben! Meine Frau hatte in der U-bahn einen Kaffe to go dabei und der Deckel war nicht richtig drauf. Als die Bahn einen schwenk nach rechts machte, ist meiner Frau etwas Kaffee auf ihrer Jacke geschwappt . Ich kramte in meiner Tasche nach einem Tempo oder ähnlichem, doch ein Mann gab ihr blitzschnell ein Tuch und ein lächeln. Wow! Ich war beeindruckt-meine Frau ebenso.

Foto :Peter Jochim

Natürlich haben wir als Touristen alle standard Spots abgefischt, wie z.Bsp. Palace of Westminster oder Tower of London- aber das war uns nicht genug. Wir wollten hinein ins alltägliche London, hinein in die kleinen Gassen. Und wir genoßen jede Minute in den Straßen von London.

Foto : Peter Jochim

Immer wieder mal , bekomme ich Sehnsucht nach London. Gerade jetzt in dieser Zeit. Und ich stehe schon in den startlöchern, bereit London noch mehr zu erkunden. Ein Wochenende reicht da nicht aus!

Foto : Peter Jochim

Habt ihr auch schon Zeit in London verbracht? Wie waren eure Eindrücke?

Peter

Neuste Kamera-besserer Fotograf?

Photo by Vitaly Vlasov on Pexels.com

Zu Beginn sei gesagt, das ich ausschließlich meine Erfahrung und meine Meinung zu diesem Thema hier schreibe. Es ist kein Gesetz, keine Empfehlung.

Mein Foto Abenteuer begann vor circa 5 Jahren. Mit einer Canon Eos 20d. Bei Ebay bestellt, konnte ich es kaum abwarten, bis ich meine erste Kamera auspacken konnte. In der Zeit meines Wartens machte ich mich etwas schlau auf YouTube. Schließlich hatte ich noch nie eine Kamera vorher in meinen Händen. Und nach dem dritten Video Tutorial für Fotografie Anfänger, war meine Ernüchterung groß : Blende, ISO, Belichtung-waren alles fremde Worte für mich. Dann der Super gau für mich : Man braucht für eine Spiegelreflex- auch ein Objektiv ! WTF?! Wie jetzt? Dachte so ein Objektiv ist , bei der Kamera dabei?!

Drei Monate später: Nachdem mein Kamera BODY natürlich nur ankam und ich realisierte, das ich erstmal nicht fotografieren konnte, da ich kein objektiv da hatte, kaufte ich mir ein gebrauchtes Canon 18-55mm kit objektiv. Und ich knipste was das Zeug hielt! Blumen, Fussleiste, Duschgel,Hund,Lampe nichts war vor mir sicher! Natürlich alles im M Modus! Resultat : Abstrakte Fotografie Kunst! Unterbelichtete, schwarze Welten trafen auf meine verständnisslose Augen. Jeder Fotografie Anfänger kennt es. Der Endgegner M Modus!

endgegner M Modus

Nachdem ich etliche fotografische Hürden überwunden hatte, tauchten auf YouTube immer mehr „Fotografen“ auf, die Fotografie Anfänger erklärten, das man dieses Objektiv unbedingt braucht, oder diese Kamera unbedingt braucht, wenn man besser werden wollte. Da war die Rede von Teleobjektiven die man „unter 500 €“ bekommen könnte und man dadurch bessere Fotos machen könnte. WTF?! 500 €? Meine gebrauchte Kamera hatte gerade mal 40€ gekostet! Wer hat denn als Anfänger soviel Geld zur Verfügung? Also ich nicht. Doch ich hatte ständig dieses Gefühl im Körper, ich müsste mir unbedingt ein neues objektiv kaufen, wenn ich bessere Fotos machen wollte. Scheiß Influencer! Sie hatten mich am kragen! Dabei hatte ich noch nicht mal mein 18-55 mm ausgeschöpft! Aber der Gedanke blieb und wuchs in mir zu einem mantra . “ Neues Objektiv-bessere Fotos!“

Egal welches coole objektiv man auch hat : Das AUGE macht das Foto!

Fünf Jahre später und einer ansammlung von 18 Objektiven , 4 Kameras, zwischenringe, Studioblitze, ringlicht,fototaschen und softboxen, bin ich am ende meiner Fotografie Odyssee angekommen. mein fazit meiner erfahrungen bisher : Das Auge macht das Foto, die Kamera und das Objektiv helfen einem dabei. That´s it! Es gibt da draussen FOTOGRAFEN, die mit einer analogen Kamera und Linse, schönere Fotos machen, als ich je mit einer hochgepuschten Kamera machen könnte. Weil sie das AUGE dazu haben! Sie haben Sinn für ästhetik . Sie verstehen es, ein objekt ins richtige Licht zu setzen. das ist FOTOGRAFIE. Für mich.

Peter

Kein grund zur Panik!

Montag. Feiertag. Ostern. Ein Blick nach draußen : Es regnet teilweise in Kübeln, aber es gibt auch gemäßigte Momente.

Nass- aber glücklich . Buddy

Heute packte ich mich gut ein, gewappnet für jede Art von regen, Wanderschuhe an, Kamera eingepackt und den Buben startklar gemacht. Und ich hatte von Anfang an eine innere Zufriedenheit gespürt-ja, sogar ein Glücksgefühl. Denn ich war mir erstens bewusst, das ich mich gerade selber an meine Abmachung hielt, die ich mit mir selber hatte und zweitens, weil ich spürte und sah, wie glücklich Buddy im wald- trotz Regen ist! Die meistbenutzte Ausrede mir gegenüber war, das der Hund ja auch gar keine Lust hat, sich nass zu machen. Dass dies auf manche wenige Hunde zutrifft (ich denke da an unsere Hündin Dana), habe ich natürlich ausgeblendet. Labradore sind ja von Natur aus, Wasser Hunde. Sie spielen gerne mit und im Wasser. Manchmal auch in einer Schlammpfütze.

Auch regenwetter im wald ist schön

Und das Schöne an so einer Erfahrung ist, das man so viel davon profitiert. Es ist einfach im Wald bei Regenwetter fast Menschen leer. Keiner geht dir auf den Sack, keiner der dich voll blubbert mit irgendeiner neuen Covid scheiße. Einfach nur du und der Hund. Pure Life. Dolce Vita.

Peter

Der Hund

Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht. 

Heinz Rühmann
buddy

In unserer Zeit, die hektisch,laut und unberechenbar ist, kommt der Hund in die Waage und bringt alles in das gleichgewicht. Ein hund lehrt uns so vieles , angefangen damit, das wir uns mehr Bewegen sollten, bis hin zur sozialen Pflege. Ein Hund ermahnt uns, kleine dinge zu schätzen und das Liebe bedingungslos sein kann. Wenn man einen Hund in Aktion sieht, so kann man in 90 % aller fälle darin das wesen seines Menschlichen begleiter erkennen. Wir Menschen werden , wenn wir glück haben und uns auf ihn einlassen, vom Hund geerdet.

spike

Wenn wir krank sind, so spürt ein Hund das und versucht uns mit seinem mittel die er hat , zu helfen. Im gegenzug geben wir den Hunden ALLES, wirklich alles , damit es ihm wieder gut geht, wenn er mal krank ist. Und jedesmal sehe ich pure Dankbarkeit von unseren Hunden. Das und noch viele andere, sind die gründe, warum ich das Leben mit Hunden genieße und dankbar bin, das ich das privileg dazu habe. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da wusste ich diese Dinge nicht zu schätzen. Weil ich sie einfach nicht gesehen habe. Ob ich das bereue? Ein klares JA!

dana

Man kommt nach einem wirklich schlimmen Tag nach Hause und dein Hund kommt dir entgegen gesprungen vor freude….deine ganzen Probleme und sorgen sind dann ersteinmal vergessen. Und das ist keine Romantik- das ist Realität. Hunde sind Magier. Sie können deinen Puls auf chill Modus setzen, obwohl du noch vor 10 minuten unter Strom standest. Fünf Minuten ohne ein einziges Wort mit einem Hund auf einer gemütlichen couch : Entspannung pur! Hundefreunde wissen was ich meine.

dana beim sonnen baden

Einen Hund an seiner Seite zu haben, ist reiner Luxus. Nicht weil die Tierarzt kosten so hoch sind, sondern weil man viel zeit , liebe und hingabe investiert. Hunde sind bekannterweise rudeltiere, die sehr sozial sind- im gegensatz zu manchen Menschen. Der Hund sieht nicht deine schönheit, dein schmuck oder dein geld. Ein Hund sieht das was wir AURA nennen. Meine persönlicher Meinung nach, sind Hunde in der lage zu riechen, ob du eine gute aura hast oder eine böse. Hunde spüren und riechen, ob du ein hundefreund bist. Bei manchen menschen reagieren Hunde mit argwohn und zeigen das auch ganz deutlich. Hunde kann man lesen- wenn man die sprache versteht.

Peter